Muskelschmerzen am ganzen Körper in den Wechseljahren: Woher sie kommen und was dir wirklich hilft

Muskelschmerzen am ganzen Körper sind als typische Symptome der Wechseljahre viel weniger bekannt als Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme. Aber leider plagen sie wirklich viele Frauen, wenn der Körper sich hormonell wandelt. Sogar jede zweite ist davon betroffen. Erfahre in diesem Blogpost, woher diese Muskelschmerzen am ganzen Körper in den Wechseljahren kommen, wie lange sie dauern und was dir wirklich gegen sie hilft.
Muskelschmerzen können am ganzen Körper während der Wechseljahre auftreten

Die gute Nachricht vorweg: Muskelschmerzen in den Wechseljahren musst du nicht hinnehmen

Morgens beim Aufstehen fühlt sich alles steif an? Du spürst es in jedem Körperteil, wenn du länger gelegen oder gesessen hast? Oder dich schränken Beschwerden sogar in deinem Alltag oder bei der Arbeit ein?

Egal wie ausgeprägt die Anzeichen bei dir sind: Wahrscheinlich bist du von deinen ständigen Muskelschmerzen ziemlich genervt. Und das ist total verständlich.

Aber vielleicht beruhigt es dich zu hören: Du musst Muskelschmerzen am ganzen Körper während der Wechseljahre nicht hinnehmen. Durch Ernährung und Bewegung kannst du sie ganz gezielt lindern.

Im Laufe dieses Artikels erkläre ich dir, wie das funktioniert.

Warum schmerzen deine Muskeln ausgerechnet in dieser Zeit?

Die Wechseljahre können viele Beschwerden auslösen. Bei besonders heftigen und andauernden Muskelschmerzen – vor allem wenn sie am ganzen Körper auftreten – solltest du deine Ärztin/deinen Arzt aufsuchen. Die Symptome können denen von Rheuma oder Fibromyalgie nämlich sehr ähneln.

Aber wir schauen uns an, welche Ursachen Muskelschmerzen in den Wechseljahren haben können.

Welche Rolle die Hormone spielen bei Muskelschmerzen in den Wechseljahren

Während der Wechseljahre sinken deine Hormone Progestern und Östrogen schleichend aber stetig.

Dabei wirkt sich besonders der sinkende Östrogenspiegel auf deine Muskeln aus: Sie erhalten weniger Nährstoffe, sind weniger fest und elastisch. Kurz: Sie schwächeln. Muskelschmerzen am ganzen Körper sind die Folge.

Östrogene wirken sich direkt auf deine Muskulatur aus

Deine Muskeln haben Bindungsstellen für Östrogene.  Weniger Östrogen bedeutet also zwangsläufig auch, dass weniger dieser Bindungsstellen besetzt werden können.

Was das bedeutet, bekommst du nicht erst während der Wechseljahre zu spüren: Der Östrogenspiegel sinkt auch im Verlauf deines monatlichen Zyklus.
Von den Folgen wird dir sicher einiges bekannt vorkommen:

  • Du hast vor deinen Tagen mit Spannungskopfschmerzen zu tun
  • Oder so starke Nackenschmerzen, dass du nicht weißt, wie du dich bewegen sollst
  • Rückenschmerzen quälen dich in dieser Zeit massiv
  • Deine Muskeln tun dir am ganzen Körper weh
  • Du fühlst dich schlapp, träge und hast keine Kraft für dein Workout

Die Muskeln, die du nicht steuern kannst – von deiner Blase, Gebärmutter oder dem Verdauungsapparat – werden durch den sinkenden Östrogenspiegel aktiver. Da ist es kein Wunder, dass so viele Frauen mit Durchfall zu Beginn ihrer Tage zu tun haben.

Östrogene wirken entzündungshemmend

Vor allem das Östrogen mit dem kryptischen Namen 17-beta-Östradiol, kurz E2, wirkt stark entzündungshemmend. 

  • Hast du oft Rückenschmerzen in der Nacht?
  • Oder Niesanfälle, juckende Augen oder andere Allergiesymptome ganz früh morgens?

Nachts sinkt E2 ab, bis es in der zweiten Nachthälfte seinen Tiefpunkt erreicht. Dadurch verstärken sich besonders zu diesem Zeitpunkt Entzündungsreaktionen. Und die können auch für deine Rückenschmerzen oder Allergien verantwortlich sein.

Östrogene fördern die Eiweißproduktion

So leid es mir tut: Spätestens ab dem zarten Alter von 40 baust du mehr Muskelmasse ab als auf. Zumindest wenn du nichts dagegen unternimmst.

  • Östrogen ist nämlich am Aufbau von Proteinen beteiligt. Damit sorgt Östrogen auch dafür, dass Muskeln aufgebaut werden.
  • Männer bauen genauso jährlich bis zu 1% Muskeln ab.
  • Da wir aber ohnehin das „schwache Geschlecht“ sind (wir haben nun mal einfacher weniger Testosteron für mehr Muskeln), wirkt sich der sinkende Östrogenspiegel bei uns gleich doppelt ungünstig aus.
  • Da „die Pille“ deinen Muskelaufbau behindert, solltest du spätestens zu Beginn der Wechseljahre darüber nachdenken, sie abzusetzen.

Östrogene wirken sich auf dein Schmerzempfinden aus

  • Östrogene sind daran beteiligt, dass Glückshormone (Endorphine) freigesetzt werden können.
  • Sind genügend Endorphine vorhanden, dann werden Schmerzen gelindert oder zumindest empfindest du sie weniger stark.
  • Umgekehrt tut es schneller weh, wenn weniger Endorphine vorhanden sind.

Auch Mineralstoffmangel kann ein Grund für Muskelschmerzen am ganzen Körper sein

  • Du hast keine Zeit, dir viel Gedanken darüber zu machen, was du wann isst?
  • Du blickst in dem Ernährungsdschungel nicht mehr durch?
  • Kochen für die Kinder ist schon aufwendig genug – da isst du halt das mit, was die Kinder mögen?
  • Eigentlich bist du ständig im Stress: Tagsüber hältst du mit Kaffee und Schokoriegeln durch und abends trinkst du ein Glas Wein zum Abschalten?

So oder so ähnlich könnte deine Situation sein: Wie bei vielen Frauen. Dadurch kann es schneller als du denkst, zu einem Mineralstoffmangel kommen.

Und auch wenn du eine chronische Nieren- oder Darmerkrankung oder Diabetes hast, können dir – ruck-zuck – Mineralstoffe fehlen.

Dann sind deine Muskeln nicht mehr so leistungsfähig: Sie tun weh. Überall.

Besonders häufig fehlen:

  • Magnesium
  • Calcium
  • Kalium

Mindestens genauso wichtig für deine Muskeln ist auch Vitamin D – auch wenn das kein Mineralstoff ist. 

Bist du gut versorgt, dann sind Muskelschmerzen am ganzen Körper bald kein Thema mehr für dich.

Wann, wo und vor allem wie lange treten Muskelschmerzen in den Wechseljahren auf?

Ich muss dir sagen: leider in allen Phasen der Wechseljahre. Du kannst also mit 40 genauso Probleme mit den Muskeln bekommen wie mit 55.

  • Da in der Zeit nach deiner letzten Regel aber deine Östrogenproduktion auf ein Minimum reduziert ist, treten die Schmerzen in dieser Zeit etwas häufiger auf als in den Jahren vorher.

Grundsätzlich können Muskelschmerzen am ganzen Körper auftreten.

  • Besonders betroffen ist aber die Rückenmuskulatur mitsamt Schultern- und Nackenmuskeln. Das ist nicht sonderlich erstaunlich.
  • Hohe Hacken und die Handtasche mit dem halben Hausrat über der Schulter, oft jahrelanges Tragen von mehr oder weniger kleinen Kindern: das belastet deinen Rücken ganz enorm.
  • Verspannungen uns starke Schmerzen sind die Folge.

Wie lange du von Muskelschmerzen am ganzen Körper in den Wechseljahren gequält wirst – sofern du nichts dagegen unternimmst – hängt davon ab, wann sie bei dir angefangen haben:

  • Treten die Schmerzen bereits mit Anfang 40 (Prämenopause) auf, dann kann es bis zu 11 Jahren dauern, bis sie verschwinden.
  • Beginnen die Schmerzen erst nach deiner letzten Regel (Postmenopause), dann bist du sie durchschnittlich in guten 3 Jahren wieder los.

Beides keine vielversprechenden Aussichten, wenn du mich fragst.

Endlich wieder mit Schwung und ohne Schmerzen durch den Alltag

Stell dir vor, du springst morgens aus dem Bett wie ein junger Hüpfer!

Zugegeben: Je nachdem wann der Wecker klingelt, ist das schwierig. Auch Hitzewallungen oder allgemeine Schlafstörungen können dafür sorgen, dass du dich morgens wie gerädert fühlst.

Aber ich verspreche dir: Ernährung und Bewegung helfen dir auch gegen viele andere Beschwerden in den Wechseljahren. 

Sorge also gut für dich. Und fange rechtzeitig an. Auch wenn du glaubst, dass du noch viele Jahre Zeit hast und zu jung bist für die Wechseljahre. Entkommen kannst du ihnen nicht. Und sie fangen früher an, als du vielleicht glaubst. 

Gut vorbereitet, werden sie aber nicht zum Horror Trip für dich.

Sag Muskelschmerzen den Kampf an: Meine 8 besten Tipps für dich

1. Bewegung

Bewege dich so viel es geht. Auch wenn es am Anfang wegen der schmerzenden Muskeln vielleicht schwerfällt.

Durch regelmäßige Bewegung und Sport:

  • kräftigst du deine Muskeln.
  • wirkst du Muskelabbau entgegen.
  • hältst du deine Muskeln geschmeidig und elastisch.

Du warst bisher ein Sportmuffell?

  • Dann übertreibe es nicht.
  • Beginne mit flotten Spaziergängen und Dehnübungen.
  • Steigere dich dann langsam und probiere auch mal neue Dinge aus.
  • Kombiniere Ausdauersport mit Krafttraining.

Du machst regelmäßig Sport?

  • Wie die meisten Frauen, legst du bestimmt den Fokus auf Ausdauersportarten. Plane Krafttraining in deinen Trainingsplan mit ein.
  • Dehne dich immer sehr gründlich.

Eine Analyse, welches Training für dich geeignet ist, kann sehr hilfreich sein. Glaub mir, ich selbst war von meinem Ergebnis auch ganz überrascht. Gegen die Gene zu trainieren, ist auf Dauer nicht nur sehr anstrengend und frustrierend, sondern auch ineffektiv. 

2. Ernährung

  • Isst du gerne Fleisch?
  • Schokoriegeln kannst du nicht widerstehen?
  • FastFood und SoftDrinks findest du nicht nur lecker, sondern auch sehr praktisch?
  • Chips gehören für dich zum Fernsehprogramm dazu?
  • Und auch ein, zwei Gläser Wein?

Du kannst die ein oder andere Frage mit „Ja“ beantworten?

Dann ist es möglich, dass dein Gewebe und deine Muskeln nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. 

Im Klartext heißt das: Auch deine Muskeln brauchen Gemüse und Salat. So viel wie möglich. Und auch wenn es die „Eine“ ideale Ernährung nicht gibt: Es gibt eine ideale Ernährung für dich und gegen deine Schmerzen.

3. Massagen

Gönne dir regelmäßig eine Massage gegen deine schmerzenden Muskeln. Sie werden gelockert und du wirst beweglicher. Ein netter Nebeneffekt: Eine Massage kann dich auch emotional zur Ruhe bringen und entspannen.

4. Ätherische Öle

Ätherische Öle können Muskelschmerzen am ganzen Körper in den Wechseljahren lindern. Du kannst dazu ein fertiges Massageöl, z.B. Latschenkiefernöl, kaufen oder dir eins selbst machen. Dazu eignen sich alle ätherischen Öle, die krampflösend und durchblutungsfördernd sind:

  • Wacholder
  • Zitrone
  • Oregano
  • Zypresse
  • Minze
  • Rosmarin
  • Lavendel
  • Römische Kamille

Verwende unbedingt naturreine ätherische Öle auch wenn die recht teuer sind. Dafür benötigst du auch immer nur eine sehr kleine Menge. Wenn du empfindliche Haut hast oder du zu Allergien neigst, solltest du die Öle zunächst vorsichtig verwenden. Benutze ätherische Öle nicht unverdünnt.

  • Du nimmst 100 ml Basisöl. 
  • Ich empfehle dir Arnika-, Mandel oder Jojobaöl.
  • Gib circa 20 Tropfen des ätherischen Öls hinzu.
  • Fülle alles in eine fest verschließbare Flasche und bewahre sie kühl und dunkel auf.

5. Sauna

Wärme durch Sauna, entspannende Bäder oder Wärmeflaschen bzw. Körnerkissen helfen auch deine Muskulatur zu entspannen.

Tiefenwärme einer Infrarotsauna kann ich dir besonders empfehlen. Muskelschmerzen kannst du so am ganzen Körper lindern. Alternativ kann vor allem punktuell auch eine Rotlichtlampe helfen, wenn nur kleine Bereiche schmerzen.

Extra Tipp: Einem warmen Vollbad kannst du einige Tropfen deines ätherischen Öls, in etwas Sahne oder Milch verrührt, zugeben.

6. Ingwer

Wenn du täglich Ingwer isst oder Ingwerwasser trinkst, kannst du Muskelschmerzen am ganzen Körper mindern und Muskelkater vermeiden.

Ein Vollbad mit Ingwer wirkt entspannend und durchblutungsfördernd.

An Ingwer scheiden sich die Geister. Ich liebe ihn und mir fällt es absolut nicht schwer meinen Tee mit Ingwer zu peppen. Wenn du es aber nicht gerne scharf magst, solltest aufpassen und ggf. mit kleineren Mengen anfangen.

  • Für ein Vollbad reibst du ein daumengroßes Stück Ingwer in ein Tuch und, bindest es zu und gibst es mit ins Badewasser.
  • Für das Ingwerwasser übergießt du 10g frisch geschnittenen Ingwer mit einem knappen Liter Wasser. Lasse das Ganze mindestens 10 Minuten ziehen.

7. Schüssler Salze

Schüssler Salze eignen sich auch Muskelschmerzen in den Wechseljahren zu lindern. Hierfür eignen sich besonders:

  • Schüssler Salz Nr. 1: Calcium fluoratum
  • Schüssler Salz Nr. 7: Magnesium phosphoricum
  • Schüssler Salz Nr. 11: Silicea

Nimm 3x täglich 5 Globuli eines Präparates.

8. Heilpflanzen

Heilpflanzen können dir bei Muskelschmerzen am ganzen Körper während der Wechseljahre sehr helfen.

Phytoöstrogene – insbesondere Isoflavone aus der Gruppe der sogenannten sekundären Pflanzenstoffe – können hier einen Teil der Aufgaben des sinkenden Östrogens übernehmen. Bei Muskelschmerzen eignen sich besonders:

  • Soja
  • Natto
  • Miso
  • Traubensilberkerze
  • Rotklee

Wähle besonders bei Soja Produkten möglichst die Bio Variante.

Achtung: Wenn du Tamoxifen einnehmen musst, sind Isoflavone für dich nicht geeignet.

Apps, Ausrüstung & Co.: So gelingt es dir am besten, am Ball zu bleiben

Dich mehr zu bewegen, habe ich dir im letzten Abschnitt gleich als ersten Tipp gegen die Muskelschmerzen mit auf den Weg gegeben. Aus gutem Grund: Wie regelmäßig du dich um deine Fitness kümmerst, beeinflusst enorm, wie du dich während der Wechseljahre fühlst. 

Aber vielen Frauen fällt es schwer, in Sachen Sport am Ball zu bleiben und ihre eigene Fitness-Routine zu finden. Deshalb möchte ich dir nun ein paar Hilfsmittel vorstellen, die dich dabei unterstützen, regelmäßig zu trainieren.  

Mit einer passenden Fitness-App geht das zum Beispiel bequem von Zuhause aus: Für viele Workouts benötigst du nämlich weder viel Platz noch viel Equipment.

Das sind die besten Sportarten in den Wechseljahren >

Grafik zu Hilfsmitteln bei Muskelschmerzen

Schrittzähler

Du hast keinen Schrittzähler direkt im Handy?

Oder du möchtest nicht immer dein Handy dabeihaben, wenn du dich bewegst?

Entscheide dich zwischen Schrittzählern im Uhrformat fürs Handgelenk oder Geräten mit Befestigungsclip für den Gürtel. Einige verfügen über einen Sensor, so dass du sie auch in der Tasche oder im Rucksack lassen kannst. So hast du dein Bewegungsziel immer vor Augen. 10.000 Schritte am Tag sind dann schneller erreicht, als du vielleicht denkst.

Ob du einen Schlaftracker und Pulsmesser haben möchtest oder der Kalorienverbrauch angezeigt werden soll: du findest sicher die passende Variante für dich.

Fitness App

Wenn du bereits Sport- oder Fitness erfahren bist, dann eignen sich Apps hervorragend für dein Training zuhause.

Wagst du den Neueinstieg, kannst du in den kostenlosen Versionen oft mit einer kleinen Auswahl in einem begrenztem Zeitraum testen, ob dir diese Art von Training Spaß macht. Du solltest darauf achten, dass es detaillierte Anleitungen zu den Übungen gibt. Sonst hast du am Ende mehr Schmerzen als vorher.

Eine Matte

Gewichte kannst du problemlos ersetzen. Fülle dazu einfach leere Flaschen mit Wasser auf. Außerdem kannst du viel Krafttraining mit deinem eigenen Körpergewicht machen.

Ich persönlich könnte aber nie auf meine Matte verzichten.

  • Dick, relativ schwer und einigermaßen rutschfest sollte sie sein. 
  • Du schonst mit einer Matte bei allen Übungen im Liegen, im Vierfüßlerstand, in der Plank oder auf dem Rücken deine Gelenke. 
  • Ich rate dir eine gute Matte zu nehmen. Sonst geht es dir wie mir: Wer billig kauft, kauft zweimal. 

Sieh dir doch hier mal die Testergebnisse vom Stern dazu an. Da findest du bestimmt die richtige Matte für dein Training.

Nordic Walking Stöcke

Nordic Walking ist ein wirklich effektives Ausdauertraining. Es schont deine Gelenke und deinen Beckenboden und ist auch für Anfänger hervorragend geeignet. 

Mein absoluter Favorit sind die Stöcke von Leki. Ich habe welche aus dem mittleren Preissegment. Eine gute Übersicht über qualitativ hochwertige Stöcke findest du hier. Ich rate dir von höhenverstellbaren Stöcken ab. 

  • Wichtig ist, dass du die Stöcke passend für deine Größe kaufst.
  • Die aktuelle Berechnung lautet: Körpergröße in cm x 0.66. 
  • Da die meisten Hersteller die Abstufungen in 5cm Schritten wählen, solltest du im Zweifelsfall die nächstkleinere und nächstgrößere Variante testen. 

Du hast eine Körpergröße von 1,71 m.

Dann ergibt sich rechnerisch eine Länge von 112,8 cm.

Du solltest dann möglichst Stöcke mit 110 cm und mit 115 cm Länge testen.

Meistens macht es in der Praxis Sinn die kürzere Länge zu wählen.

Bedenke aber, dass es einfach ist, einen Stock nachträglich zu kürzen. 

Trainingsschuhe

  • Für Pilates und Yoga benötigst du keine Trainingsschuhe. Eventuell Yoga Söckchen, wenn du ansonsten dazu neigst wegzurutschen.
  • Für Workouts solltest du dir aber schon vernünftige Fitness Schuhe zulegen. Deine Gelenke und Muskeln werden es dir danken.
  • Zum Joggen oder für Nordic Walking brauchst du wirklich gute und für deinen Laufstil passende Laufschuhe. In vielen Sportgeschäften wirst du dazu super beraten. Ansonsten sind Knie- oder Hüftprobleme vorprogrammiert. Und die kannst du ja nun jetzt nicht auch noch brauchen.

Musik

Gerade bei Ausdauersportarten fällt es dir mit Musik, einem Hörbuch oder deinem Lieblings Podcast in den Ohren bestimmt leichter, dranzubleiben. Ich genieße aber manchmal auch einfach die Ruhe. Probiere aus, was dich am meisten unterstützt.

Das solltest du unbedingt vermeiden, wenn du Muskelschmerzen loswerden willst

Stress 

Stress erzeugt Schmerzen.

Chronischer Stress wirkt sich in mehrfacher Hinsicht schädlich auf deinen Körper aus. Unter anderem kann es zu einer dauerverspannten Muskulatur kommen. Das bedeutet: 

  • Die Muskeln werden schlechter durchblutet
  • Sie werden weniger mit Nährstoffen versorgt
  • Dadurch werden sie schmerzempfindlicher.
  • Die Muskelschmerzen können sich am ganzen Körper ausbreiten. 

Übergewicht 

Übergewicht tut weh.

Der Zusammenhang zwischen Muskelschmerzen am ganzen Körper und Übergewicht ist inzwischen bewiesen. 

Muskelschmerzen am ganzen Körper und Übergewicht

Je mehr Übergewicht du also hast, desto häufiger hast du Schmerzen:

  • Rückenschmerzen
  • Migräne
  • Kopfschmerzen
  • Fibromyalgie
  • Unterleibschmerzen 

Negative Gedanken

Unbestritten ist: Schmerzen tun weh. 

Wie sehr du unter diesem Schmerz aber leidest, hängt auch von deiner inneren Haltung ab.

Ich weiß: Wenn du dich gerade vor Muskelschmerzen am ganzen Körper nicht bewegen kannst, klingt das nach völligem Humbug. Aber ich bin selbst Fibromyalgie Patientin und verstehe ziemlich genau, wie das ist: Schmerzambulanz, Medikamente und trotzdem konnte ich mich kaum bewegen. Die Diagnose hat mich vor 16 Jahren zuerst  ziemlich aus der Bahn geworfen. Ich hatte schon regelmäßig Migräne und konnte mir ein Leben mit diesen zusätzlichen Schmerzen nicht vorstellen.

Aber: Je mehr du den Schmerz akzeptierst, desto weniger leidest du. Was nicht heißt, dass du den Schmerz hinnehmen musst. Ich selbst habe ihn weniger akzeptiert, als ignoriert. Ich wollte ihn einfach  nicht. Mit viel Bewegung und einem positiven Blick in eine möglichst schmerzfreie Zukunft, habe ich es auch geschafft: Ich bin seit vielen Jahren nahezu schmerzfrei. 

 

Es gibt viele Wege raus aus den Schmerzen. Wenn du es alleine nicht schaffst, dann hol´ dir Hilfe dazu. Es lohnt sich.

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18 Kommentare zu „Muskelschmerzen am ganzen Körper in den Wechseljahren: Woher sie kommen und was dir wirklich hilft“

  1. Mir war der Zusammenhang zwischen Wechseljahren und Schmerzen überhaupt nicht bewusst.
    Hast Du vielleicht in diesem Zusammenhang eine Buchempfehlung zum Thema Ernährung?

    1. Kerstin Eickes

      Liebe Patricia,
      ich freue mich, dass mein Artikel dir etwas Klarheit verschaffen konnte. Eine pauschale Empfehlung kann ich dir nicht geben, da Ernährung eine sehr individuelle Sache ist. Was genau richtig für dich ist, muss für deine Freundin nicht unbedingt passen. Generell ist aber die „basische“ Ernährung eine hervorragende Möglichkeit, deinem gesamten Körper etwas Gutes zu tun. Dazu gibt es viele Kochbücher – für jeden Geschmack etwas.
      Die basische Ernährung wird auch definitiv Teil meines Blogs werden. Bleib mir also gerne treu.

  2. Ich habe mich vorher mit Beweglichkeit und Verletzungsrisiko in der verschieden Phasen der Monatszyklus beschäftigt, aber der Zusammenhang zwischen Schmerzen und Hormon Spiegel in Wechseljahren war für mich eine Entdeckung! Danke für die tollen Infos! Zusammenhang mit Stress kann ich nur bestätigen, denn Faszien können ganz anders unter dem Stress reagieren.

    1. Kerstin Eickes

      Liebe Mira,
      es freut mich zu hören, dass für dich durch den Artikel weitere Zusammenhänge klar geworden sind.
      Und du hast Recht: Faszien finden Stress wirklich blöd.
      Bleib mir treu – ich freue mich, wieder von dir zu hören.

  3. Toller Artikel! Mich hat es nach einer schweren OP erwischt: Gelenkschmerzen, Steifigkeit, Muskelschmerzen, ich fühlte mich um 10 Jahre gealtert. Die klassischen Ärzte sagten, ja vermutlich Rheuma, Verschleiß, Alter… Oh Mann damit war ich nicht einverstanden, Sturkopf halt. Ich habe fast zwei Jahre gebraucht um meinen Körper auszubalancieren. Alle Beschwerden sind weg. Mit deiner Hilfe hätte das viel schneller stattgefunden. Bitte kontaktiere Frauenärzte, damit sie dich empfehlen!

    1. Kerstin Eickes

      Liebe Bettina,
      Dankeschön für dein nettes Feedback. Leider sind doch viele Ärzte diesem Thema gegen über nicht sehr aufgeschlossen. Das ist für betroffene Frauen echt schwierig.
      Und für mich als Coach auch- ist nicht leicht da einen guten Kontakt herzustellen. Aber ich werde weiter daran arbeiten:-).

  4. Ein sehr informativer Artikel! Schade, dass ich deine Informationen nicht schon früher hatte. Inzwischen habe ich diese Zeit hinter mir. Manchmal dachte ich, ich sei vom Körper her uralt, kannte aber nicht die Zusammenhänge, denn außer nächtliche Schweißausbrüche hatte ich keine WJ-Beschwerden.

    1. Kerstin Eickes

      Liebe Gabriele,
      das tut mir leid zu hören. Ich hoffe aber, dass dadurch andere Frauen informierter durch diese turbulente Zeit kommen.
      Alles Gute für dich.

  5. Das ist mit auch neu, dass Muskelschmerzen mit den Wechseljahren zusammenhängen. Ich habe das eher im Zusammenhang mit Stress gehabt, bin dann aber bald in die Wechseljahre gekommen (ohne es so richtig zu merken). Ich frage mich gerade, ob das nicht auch umgekehrt möglich ist: dass also durch viele Stresshormone die Wechseljahre früher beginnen?

    1. Kerstin Eickes

      Liebe Gunda,
      Stress ist ein Faktor, von dem vermutet wird, das er die Wechseljahre früher beginnen lässt. Wirklich ausreichend erforscht ist das aber noch nicht.
      Um Muskelschmerzen wirklich wirkungsvoll bekämpfen zu können, ist ein gutes Stressmanagement aber wirklich wichtig. Deshalb habe ich ihn extra aufgeführt. Die Auswirkungen von Stress werden oft noch unterschätzt.
      Der Beginn der Wechseljahre insgesamt wird aber leider auch nicht offen kommuniziert. Deshalb folgt in Kürze ein Blogartikel von mir, über den Beginn der Wechseljahre. Vielleicht magst du ihn ja lesen – eventuell wirst du überrascht sein ;-).
      Alles Gute für dich.

  6. Liebe Kerstin, das mit den Muskeln war mir echt nicht bewusst. Im Zuge meines eigenen Wechsels hab ich viel gelernt. Wenn auf einmal nichts mehr so ist, wie es vorher war, muss man erst Mal den besten Weg finden. Hätte ich deinen Artikel damals schon gehabt, wäre das echt schneller gegangen. Zu meinen Top 3 gehören: Bewegung, ätherische Öle & Musik (in meinem Fall natürlich singen ;-)). Wobei die Bewegung besonders wichtig ist und das wiederum genau das Schwierigste ist, wenn die Stimmung im Keller und die Motivation irgendwo auf Urlaub ist… ;-). Bei mir dauert das Ganze jetzt schon 10 Jahre. Also ab meinem 40er hat es langsam begonnen und gut, dass es immer noch neue Tipps gibt. Dank dir dafür. Alles Liebe, Tanja

    1. Kerstin Eickes

      Liebe Tanja,
      die Musik ist bestimmt genauso wichtig bei dir. Denn schließlich schüttest du beim Singen sicher jede Menge Glückshormone aus. So
      wie deine Zuhörer :-).
      Aber du hast schon recht: In Bewegung bleiben ist enorm hilfreich. Ich hoffe, dass dir meine Tipps hier und da noch weiterhelfen können. Denn
      du hast ja noch eine Weile vor dir (dazu gibt es übrigens bald einen eigenen Blogpost: Beginn, Dauer usw.).
      Ich wünsche dir das Beste! Schau gerne mal wieder rein in meinen Blog.
      Alles Liebe, Kerstin

  7. Kerstin, vielen Dank, endlich ein Artikel der mir ganz vieles erklärt. Ich sehe den Wechseljahren nun gelassener entgegen – stehe grade an der Schwelle. Du wirst meine erste Adresse sein, wenn sich Fragen und Probleme auftun. Viele Grüße, Sabine

    1. Kerstin Eickes

      Liebe Sabine, danke für deine netten Worte. Ich freue mich, wenn ich dir in Zukunft irgendwann zur Seite stehen kann.
      Ich wünsche dir aber unbeschwerte Wechseljahre 🙂
      Lieben Gruß, Kerstin

  8. Liebe Kerstin,
    Dein wunderbar umgänglicher Artikel kommt auf meine Empfehlungsliste für Coachees, Freundinnen und am besten alle Frauen. Danke für diese fantastische Hilfestellung.
    Bleib so informativ und ich hoffe – wie Bettina in einem der vorigen Kommentare- dass du Gehör bei Ärzten findest.
    Carmen

    1. Kerstin Eickes

      Liebe Carmen,
      es freut mich sehr, dass du mich weiterempfehlen möchtest. Dank dir dafür.
      Ich werde definitiv weiter hilfreiche Artikel veröffentlichen. Bleib meinem Blog
      also gerne treu.
      Lieben Gruß, Kerstin

  9. Muskelschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben und in allen Lebensphasen, so auch in den Wechseljahren, auftreten. Gelegentlich gelingt es tatsächlich, sie mit bestimmten Gymnastikübungen und Massagen zu lindern. Doch in anderen Fällen können auch ernst zu nehmende Erkrankungen ursächlich sein, weshalb man sich als betroffene Person in jedem Fall Rat bei einem Orthopäden holen sollte.

    1. Kerstin Eickes

      Liebe Lucy,
      deshalb habe ich auch direkt zu Beginn des Artikels darauf hingewiesen, dass natürlich eine medizinische Abklärung erfolgen sollte.
      Leider habe ich immer wieder Kundinnen, bei denen aber nichts medizinisches festgestellt werden kann. Oft wird ihnen dann gesagt, die Schmerzen sind
      „psychosomatisch“ oder sie bilden sich das alles nur ein.
      Lieben Gruß
      Kerstin

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Postmenopause

Diese Phase schließt sich an die Perimenopause an und dauert circa 10 Jahre.
Während dieser Zeit fällt die Hormonproduktion auf das Nötigste ab.
Beschwerden lassen für gewöhnlich deutlich nach.
Der Körper findet allmählich zu seiner Balance zurück.

Prämenopause

Hierbei handelt es sich um den Zeitraum zwischen dem circa 40 Lebensjahr bis zur Perimenopause.

  • Die Eierstöcke verlangsamen ihre Arbeit.
  • Die Hormonproduktion lässt nach. Insbesondere Progesteron wird weniger gebildet. 
  • Die Fruchtbarkeit sinkt.
  • Es kann zu Zyklusstörungen, besonders langen oder starken Blutungen kommen.

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Vitamin- und Mineralstoffmangel

Die Eierstöcke produzieren Sexualhormone wie Östrogen und Progesteron. Die Funktion der Eierstöcke wird durch viele Faktoren beeinflusst – auch durch die Ernährung. 

Wenn du dich ausgewogene ernährst –  mit reichlich pflanzlichen Lebensmitteln – kannst du  den Alterungsprozess möglichst lange hinauszögern. Automatisch hilfst du deinem Körper dabei, schneller wieder zu einer Hormonbalance zu finden.

Zudem helfen dir Vitamine und Mineralstoffe dabei, die Geschlechtshormone und andere Botenstoffe zu regulieren. Der gezielte Einsatz von Mikronährstoffen kann dir daher helfen, Beschwerden in den Wechseljahren zu lindern. Auch die Gefahr für Osteoporose kann reduziert werden.

Östrogenmangel

Bei einem Östrogenmangel ist der Östrogenspiegel in deinem Körper auf ein (zu) niedriges Niveau abgefallen.

Östrogen ist dabei nicht etwa ein einzelnes Hormon. Es handelt sich um den gebräuchlichen Überbegriff für verschiedene Hormone: Die wichtigsten sind Estriol, Estradiol und Estron.

Ein Östrogenmangel ist im Verlauf der Wechseljahre eine typische Erscheinung. Denn nachdem zunächst die Produktion von Progesteron nachlässt, geschieht dies später auch mit Östrogen.

Viele typische Beschwerden, insbesondere Hitzewallungen, werden mit einem Östrogenmangel in Verbindung gebracht.

Die Brücke

Beckenbodenübung Brücke

Leg dich in Rückenlage flach auf den Boden und winkel die Beine leicht an. Die Füße stehen fest auf dem Fußboden und die Arme ruhen neben deinem Oberkörper.

Nun heb dein Becken an, so dass nur noch die Füße, Arme und Schultern den Boden berühren  (s. Abbildung).

Während dieser Position spannst du deinen Beckenboden mit der Ausatmung für etwa 5 Sekunden an. Danach entspannst du die Muskulatur mit der Einatmung. für 10 Sekunden. Atme gleichmäßig weiter für einige Sekunden und spanne dann wieder mit der Ausatmung an. Du bleibst die ganze Zeit in der Brücke. Machen diese Übung  etwa 5 – 10 Minuten.

Diese Übung ist nicht nur effektiv für den Beckenboden, sondern stärkt zusätzlich die Po-Muskulatur.

Der Buckel

Beckenbodenübung Buckel 2

Ausgangsposition ist der Vierfüßlerstand. Dabei sind  die Hände sind schulterbreit aufgestellt. Die Handgelenke bilden mit den Schultergelenken eine Linie.

Die Knie ruhen unter deinen Hüftgelenken und die Füße liegen locker auf dem Boden.

Bei der nächsten Einatmung machst du ein leichtes Hohlkreuz. 

Beckenbodenübung Buckel

Bei der Ausatmung machst du einen „Katzenbuckel“ und spannst den Beckenboden kräftig an.

Wiederhole diese Übung einige Male mit der Atmung. Mache dann eine  Minute Pause.

Mache mindestens 4 Durchgänge.

Die Diagonale

Beckenbodenübung Diagonale

Ausgangsposition ist auch hier der Vierfüßler-stand.

Atme ruhig und gleichmäßig. 

Bei der nächsten Ausatmung spannst du deinen Beckenboden an und hebst gleichzeitig den rechten Arm und das linke Bein ausgestreckt an.

Mit der Einatmung senkst du Arm und Bein wieder in die Ausgangs-position.

Wiederhole diese Übung 10x. Dann wechsel die Seite. Versuche mit beiden Seiten 3 Durchgänge zu schaffen. Mache zwischen den Durchgängen eine kurze Pause.