Haarausfall in den Wechseljahren: Mit guter Vorsorge kannst du ihn vermeiden

Als wären Hitzewallungen und Schlafstörungen in den Wechseljahren nicht schon schlimm genug. Für circa 1/3 der Frauen kommt der Haarausfall noch on top. Deine einst so schöne Mähne hängt nur noch trocken und spröde über deinen Schultern? In der Bürste findest du immer mehr Haare und der Scheitel wird schon lichter? Wie kommt es zum Haarausfall in den Wechseljahren? Attraktiv, weiblich und schöne Haare – trotz Hormonumstellung. In diesem Blogpost zeige ich dir, wie das möglich ist.
Haarausfall in den Wechseljahren

Warum kommt es zu Haarausfall in den Wechseljahren?

Du bist nicht alleine: viele Frauen leiden während der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren an trockenem Haar und Haarausfall.

In den meisten Fällen ist der Haarausfall bei Frauen während der Wechseljahre hormonell-genetisch bedingt:

  • Bist du betroffen, dann reagieren deine Haarwurzeln empfindlich auf das männliche Sexualhormon (Dihydrotestosteron / DHT) – ein Spaltprodukt von Testosteron. 
  • Östrogen wiederum regt deinen Haarwuchs an. Dadurch kommt es während der Schwangerschaft oft zu besonders schönen kräftigen Haaren.
  • In den Wechseljahren sinkt dein Östrogenspiegel. Im Vergleich dazu kann es zu einem Überschuss an männlichen Hormonen kommen. In der Folge kommt es zu stärkerem Haarausfall.
  • Nach einer Schwangerschaft kann es deshalb aus denselben Gründen zu vorübergehendem Haarausfall kommen.

Du willst es vielleicht nicht hören. Aber gerät der Hormonspiegel während der Wechseljahre so in Schieflage, bekommst du es womöglich mit eher männlichen Problemen zu tun: Die Kopfhaare werden dünner. Dafür nimmt die Behaarung an Oberlippe, Kinn oder Brust zu.

Was passiert bei Haarausfall in den Wechseljahren?

Die Haarwurzel verkümmert. Dadurch fällt das Haar vollständig aus. Und es wird kein neues Haar mehr produziert.

Die Folge: 

  • Das Haar wird immer dünner.
  • Besonders am Scheitel schimmert die Kopfhaut deutlich hervor.
  • Der Stirn- oder Seitenbereich kann ebenfalls betroffen sein.

Geht der Haarausfall nach den Wechseljahren weiter?

Die gute Nachricht ist: Der Haarausfall hört nach den Wechseljahren wieder auf. Dann sind deine Hormone auf einem niedrigeren Niveau wieder in Balance.

Die ausgefallen Haare wachsen aber leider nicht mehr nach. Solltest du massiv betroffen sein, hilft möglicherweise nur noch eine Haartransplantation.

Im Folgenden gebe ich dir aber Tipps, wie du den Haarausfall in den Wechseljahren vorbeugen kannst.

7 Tipps gegen Haarausfall in den Wechseljahren

Am besten fängst du schon vor den Wechseljahren damit an, deine Haare und deine Kopfhaut so zu pflegen, dass es erst gar nicht zu Haarausfall kommt:

Tipp #1: Gesunde Ernährung

Mit einer überwiegend basischen Ernährung versorgst du deine Haare und deine Kopfhaut mit allen Nährstoffen, die sie brauchen. Du kräftigst die Haarwurzeln und sorgst für die Bildung neuer Haarzellen:

  •  Biotin unterstützt ein gesundes Haarwachstum.
  • Eigelb
  • Haferflocken
  • Hülsenfrüchten (Erbsen, Kichererbsen, Linsen)
  • Erdnüssen
  • Spinat
  • Pilzen
  • Innereien

Du solltest täglich 30-60mg Biotin über die Nahrung zu dir nehmen.

  •  Zink wirkt brüchigem Haar entgegen. Außerdem ist Zink an der Bildung von Kreatin – dem Hauptbestandteil deiner Haare – beteiligt.
  • Vollkornprodukten
  • Mohn
  • Leinsamen
  • Kürbiskerne
  • Nüssen
  • Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen, Sojabohnen)
  • Rindersteak

Du solltest täglich 7-10mg Zink über die Nahrung zu dir nehmen.

  • B-Vitamine (besonders B3, B5, B6) sorgen für eine gesunde Kopfhaut: Die Grundvoraussetzung für schöne Haare.
  • Haferflocken
  • Sesam
  • Sonnenblumenkerne
  • Gemüse & Pilze
  • Nüssen
  • Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen, Kichererbsen)
  • Obst

Vitamin B12 kannst du ausschließlich über tierische Lebensmittel aufnehmen. Bei einer (überwiegend) veganen Ernährung solltest du Vitamin B12 als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

  • Vitamin C benötigt dein Körper nicht nur für ein gutes Immunsystem. Auch deine Eisenaufnahme  verbessert sich deutlich durch Vitamin C. Ein Eisenmangel kann auch zu Haarausfall führen.
  • Zitrusfrüchten
  • Kohlgemüse (Brokkoli, Blumenkohl, Spitzkohl, Weißkohl, Rotkohl, PakChoi)
  • Spinat
  • Paprika
  • Petersilie
  • Beerenobst
  • Sanddorn
  • Hagebutten
Du solltest täglich mindestens 100mg Vitamin C über die Nahrung zu dir nehmen.

Tipp #2: Vermeide Stress

Stress bewirkt eine Verspannung deiner Kopfhaut. Dadurch wird sie nicht mehr genügend durchblutet. In Folge werden die Haarwurzeln  schlecht versorgt und es kann zu Haarausfall kommen.

Auch wenn du Stress nicht immer vermeiden kannst. Versuche durch Sport, Meditation, Wellness oder einem entspannendem Hobby für einen Ausgleich zu sorgen. Das ist nicht nur für deine Haare wichtig.

Tipp #3: Haare nicht färben

Straßenköterblond? Graue Haare? Ich weiß, dass die eigene Haarfarbe nicht immer die liebste ist. Aber immer noch besser, als gar keine Haare.

Die chemischen Stoffe in Haarfärbemitteln – insbesondere beim Bleichen – greifen nicht nur deine Haare an. Auch deine Kopfhaut wird stark belastet. Dadurch kommt es zu einem ähnlichen Effekt wie bei Stress. Und Haarausfall ist die Folge. 

 

Tipp #4: Wasche deine Haare nicht zu oft

Es ist wirklich gewöhnungsbedürftig: Aber tägliches Haarewaschen trocknet deine Kopfhaut aus. Auch dadurch kann es zu Haarausfall kommen.

Kannst du es nicht vermeiden, dann benutze ein Shampoo ohne Zusatzstoffe, dass  deine Kopfhaut und deine Haare optimal pflegt. Unter Tipp #6 findest du ein Rezept dazu.

Halte dein Haar durch eine Spülung leicht kämmbar. Versuche wenig Stylingprodukte zu verwenden oder achte auch hier auf Produkte ohne Zusatzstoffe, wie:

  • Farbstoffe
  • Duftstoffe
  • Parabene
  • Sodium Laureth/Lauryl Sulfate
  • Formaldehyd
  • Propylene Glycol
  • PEGs (Polyethlenglykol)

 

Tipp #5: Gehe regelmäßig zum Friseur

Damit besonders der Ansatz gut mit Nährstoffen versorgt wird, sollten die spröden Spitzen regelmäßig geschnitten werden. Das ist ein richtiges Wellness Treatment für deine Haare.

Die Haare wirken auch optisch gesünder und glänzen.

Außerdem kann dein Friseur dich optimal beraten: vielleicht ist es Zeit für eine schicke, pflegeleichtere Frisur?

 

Tipp #6: Roggenmehl-Shampoo

Bei dünner werdendem Haar lohnt es sich auch Roggenmehl als Shampoo zu testen. Klingt komisch? Zugegeben – es ist auch etwas aufwändiger. Aber unsere Haare sind uns doch jede Mühe wert.

  • Roggenmehl enthält viel Vitamin B5 – das spielt für alles rund ums Haar eine wichtige Rolle.
  • Roggenmehl wirkt Haarausfall und Ergrauen entgegen.
  • Es bindet Feuchtigkeit – ideal also bei trockenem Haar.
  • Dünne Haare werden griffiger und fester.

 

  • Mische circa 4EL Bio-Vollkorn-Roggenmehl mit 50ml warmen Wasser. 
  • Die Mischung sollte jetzt abgedeckt mindestens 2 Stunden ziehen. 
  • Ab damit ins Haar: einmassieren und etwas einwirken lassen.
  • Jetzt kommt der lästigste Teil: Die Mischung muss nämlich sehr gründlich wieder ausgespült werden.

 

Tipp #7: Ätherische Öle für die Kopfhaut

  • Lavendelöl eignet sich super bei Haarausfall. Mit Lavendel sorgst du für eine bessere Durchblutung deiner Kopfhaut. Deine Haare werden besser versorgt. Und lästige Schuppen wirst du auch noch los.
  • Rosmarinöl lässt deine Haare glänzen. Es sorgt auch dafür, dass deine Kopfhaut gut durchblutet wird. Deine Haare wachsen schneller. Und der Haarausfall lässt nach.
  • Zypressenöl wirkt sich belebend auf deine Kopfhaut aus und hilft damit auch gegen Haarausfall.

 

1. Haarmaske

Mische jeweils 5-10 Trpf. : 

  • Lavendelöl
  • Rosmarinöl
  • Zypressenöl

mit 2-4 EL Kokos-, Oliven-, Mandel- oder Jojobaöl.

Massiere die Mischung gründlich in deine Kopfhaut ein und lasse sie für 15-30 Minuten einwirken.

2. Haarkur

Für eine intensive Anwendung über Nacht solltest du 10 Trpf. Lavendelöl mit etwas Kokosöl vermischen. 

Massiere auch hier die Mischung gut in deine Kopfhaut ein und lasse sie über Nacht im Haar. Ziehe eine Duschhaube an oder lege dir ein Handtuch auf dein Kopfkissen.

 

 

 

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Vitamin- und Mineralstoffmangel

Die Eierstöcke produzieren Sexualhormone wie Östrogen und Progesteron. Die Funktion der Eierstöcke wird durch viele Faktoren beeinflusst – auch durch die Ernährung. 

Wenn du dich ausgewogene ernährst –  mit reichlich pflanzlichen Lebensmitteln – kannst du  den Alterungsprozess möglichst lange hinauszögern. Automatisch hilfst du deinem Körper dabei, schneller wieder zu einer Hormonbalance zu finden.

Zudem helfen dir Vitamine und Mineralstoffe dabei, die Geschlechtshormone und andere Botenstoffe zu regulieren. Der gezielte Einsatz von Mikronährstoffen kann dir daher helfen, Beschwerden in den Wechseljahren zu lindern. Auch die Gefahr für Osteoporose kann reduziert werden.

Östrogenmangel

Bei einem Östrogenmangel ist der Östrogenspiegel in deinem Körper auf ein (zu) niedriges Niveau abgefallen.

Östrogen ist dabei nicht etwa ein einzelnes Hormon. Es handelt sich um den gebräuchlichen Überbegriff für verschiedene Hormone: Die wichtigsten sind Estriol, Estradiol und Estron.

Ein Östrogenmangel ist im Verlauf der Wechseljahre eine typische Erscheinung. Denn nachdem zunächst die Produktion von Progesteron nachlässt, geschieht dies später auch mit Östrogen.

Viele typische Beschwerden, insbesondere Hitzewallungen, werden mit einem Östrogenmangel in Verbindung gebracht.

Die Brücke

Beckenbodenübung Brücke

Leg dich in Rückenlage flach auf den Boden und winkel die Beine leicht an. Die Füße stehen fest auf dem Fußboden und die Arme ruhen neben deinem Oberkörper.

Nun heb dein Becken an, so dass nur noch die Füße, Arme und Schultern den Boden berühren  (s. Abbildung).

Während dieser Position spannst du deinen Beckenboden mit der Ausatmung für etwa 5 Sekunden an. Danach entspannst du die Muskulatur mit der Einatmung. für 10 Sekunden. Atme gleichmäßig weiter für einige Sekunden und spanne dann wieder mit der Ausatmung an. Du bleibst die ganze Zeit in der Brücke. Machen diese Übung  etwa 5 – 10 Minuten.

Diese Übung ist nicht nur effektiv für den Beckenboden, sondern stärkt zusätzlich die Po-Muskulatur.

Der Buckel

Beckenbodenübung Buckel 2

Ausgangsposition ist der Vierfüßlerstand. Dabei sind  die Hände sind schulterbreit aufgestellt. Die Handgelenke bilden mit den Schultergelenken eine Linie.

Die Knie ruhen unter deinen Hüftgelenken und die Füße liegen locker auf dem Boden.

Bei der nächsten Einatmung machst du ein leichtes Hohlkreuz. 

Beckenbodenübung Buckel

Bei der Ausatmung machst du einen „Katzenbuckel“ und spannst den Beckenboden kräftig an.

Wiederhole diese Übung einige Male mit der Atmung. Mache dann eine  Minute Pause.

Mache mindestens 4 Durchgänge.

Die Diagonale

Beckenbodenübung Diagonale

Ausgangsposition ist auch hier der Vierfüßler-stand.

Atme ruhig und gleichmäßig. 

Bei der nächsten Ausatmung spannst du deinen Beckenboden an und hebst gleichzeitig den rechten Arm und das linke Bein ausgestreckt an.

Mit der Einatmung senkst du Arm und Bein wieder in die Ausgangs-position.

Wiederhole diese Übung 10x. Dann wechsel die Seite. Versuche mit beiden Seiten 3 Durchgänge zu schaffen. Mache zwischen den Durchgängen eine kurze Pause.