In diesem Artikel erfährst du:
Warum kann ein zu großes Kaloriendefizit in den Wechseljahren nach hinten losgehen (statt beim Abnehmen zu helfen)?
Welche 5 verblüffenden Anzeichen zeigen dir, dass du zu wenig isst (von Gewichtsstillstand bis Heißhunger)?
Kannst du trotz Kaloriendefizit zunehmen – und warum fährt dein Stoffwechsel auf Sparflamme?
Warum fühlst du dich ständig erschöpft, gereizt und emotional am Limit (obwohl du doch „alles richtig machst“)?
Wie erkennst du, ob dein Körper dir SOS-Signale sendet (Haarausfall, brüchige Nägel, ständiges Frieren)?
Was kannst du tun, wenn du vermutest, dass dein Kaloriendefizit zu groß ist – ohne wieder zuzunehmen?
Warum ein zu großes Kaloriendefizit in den Wechseljahren nach hinten losgeht
„Einfach weniger essen“ – mit diesem Glaubenssatz bin ich groß geworden. Und du vermutlich auch, oder?
Ein Kaloriendefizit galt jahrzehntelang als DER Schlüssel zum Abnehmen. Punkt. Ende der Diskussion.
Aber was passiert wirklich, wenn du in den Wechseljahren zu wenig isst?
Dein Stoffwechsel reagiert – nur leider nicht so, wie du es dir wünschst. Er fährt herunter, spart Energie ein und arbeitet plötzlich – gefühlt – gegen dich. Ein dauerhaft großes Kaloriendefizit sendet deinem Körper ein klares Signal: „Achtung, Hungersnot!“
Früher war diese Reaktion überlebenswichtig. Heute sorgt sie dafür, dass du trotz Disziplin und Verzicht nicht abnimmst. Oder sogar zunimmst.
Deine Zellen können nämlich nicht unterscheiden, ob Nahrung wirklich knapp ist oder ob du gerade versuchst, Kalorien zu sparen. Sie reagieren immer gleich: Energie runterfahren, Fett einlagern, Stoffwechsel drosseln.
Und ich sehe es in meinen Coachings immer wieder: Über 80% der Frauen essen deutlich zu wenig. Manche landen bei einer Kalorienmenge, die eher dem entspricht, was ein 10-jähriges Kind braucht. Und dann wundern sie sich, warum nichts passiert.
Das kann auf Dauer nicht funktionieren.
Schauen wir uns jetzt die 5 Anzeichen an, die dir zeigen, dass du vielleicht zu wenig isst.
5 Anzeichen, dass dein Kaloriendefizit zu groß ist
Wenn dein Kaloriendefizit zu groß ist, sendet dein Körper dir Warnsignale. Manche sind subtil, andere unübersehbar. Viele Frauen ignorieren diese Zeichen oder interpretieren sie falsch: „Ich bin halt gestresst“, „Das ist das Alter“, „Ich muss mich mehr zusammenreißen.“
Aber was, wenn genau das Gegenteil richtig wäre? Was, wenn dein Körper dir nicht sagt „Streng dich mehr an“, sondern „Hör auf, mich auszuhungern“?
Das sehe ich auch ganz häufig in meinem Gruppenprogramm FemBalance. Hier bekommst du mehr Informationen zu meinem Bestseller Gruppenprogramm (mit maximaler 1:1 Betreuung zu deiner individuellen Ernährung). Du kannst dich dort unverbindlich auf die Warteliste setzen und bekommst so garantiert den besten Preis – wir starten wieder im März 2026.
Schau dir diese 5 Anzeichen genau an. Wenn du zwei oder mehr davon bei dir wiedererkennst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du zu wenig isst:
1. Anzeichen: Trotz Kaloriendefizit nimmst du nicht ab – oder sogar zu
Das ist vermutlich der frustrierendste Moment überhaupt: Du isst weniger, verzichtest auf alles, was dir schmeckt, und trotzdem tut sich auf der Waage nichts. Oder noch schlimmer – die Zahl steigt sogar.
„Ich esse doch kaum noch was!“ denkst du verzweifelt. Und genau das ist das Problem.
Dein Körper ist kein Bankkonto, bei dem du einfach nur Kalorien abbuchen musst. Wenn du dauerhaft zu wenig isst, schaltet er in den Energiesparmodus. Er drosselt deinen Stoffwechsel, baut Muskeln ab (weil die Energie verbrauchen) und speichert jede Kalorie als Fett – für schlechtere Zeiten (Studie PubMed).
Das Ergebnis: Du nimmst trotz Kaloriendefizit nicht ab. Dein Körper hält eisern an seinen Reserven fest.
Und wenn du dann irgendwann wieder „normal“ isst – weil du es einfach nicht mehr aushältst – schlägt der Jojo-Effekt zu. Dein Stoffwechsel läuft immer noch auf Sparflamme, aber die Kalorien kommen wieder rein. Das Gewicht schnellt nach oben, oft höher als vor der Diät.
Besonders ab 40 wird das Ganze noch komplizierter.
📎Wenn du wissen willst, warum dir deine Hormone das Abnehmen zusätzlich erschweren, kannst du hier weiterlesen.
Wenn du dich hier wiedererkennst, ist dein Kaloriendefizit vermutlich zu groß.
2. Anzeichen: Du bist ständig erschöpft – egal wie viel du schläfst
Du schläfst 8 Stunden, wachst auf und fühlst dich trotzdem wie gerädert. Um 14 Uhr kommt das berüchtigte Tief, und du brauchst schon den dritten Kaffee, um irgendwie durchzuhalten. Abends bist du so fertig, dass du nur noch auf die Couch fallen kannst.
Was, wenn es gar nicht am Älterwerden liegt, sondern an einem zu großen Kaloriendefizit?
Dein Körper braucht Energie – für alles. Für dein Herz, deine Atmung, deine Verdauung, deine Muskeln, dein Gehirn. Kalorien sind unsere Energiewährung. Wenn du ihm dauerhaft zu wenig gibst, muss er „Prioritäten“ setzen. Und das heißt: Die lebensnotwendigen Funktionen laufen weiter, aber alles andere wird heruntergefahren (Studie PubMed).
Das Ergebnis: Du hast keine Energie mehr für Sport, keine Kraft für Hobbys, keine Lust auf soziale Kontakte. Selbst einfache Aufgaben fühlen sich an wie ein Marathon.
Noch schlimmer: Dein Körper beginnt, Muskelgewebe abzubauen, um daraus Energie zu gewinnen. Weniger Muskeln bedeuten aber einen noch langsameren Stoffwechsel – und damit noch weniger Energie.
Ein Teufelskreis.
Wenn du dich ständig müde fühlst, obwohl du genug schläfst, könnte dein Kaloriendefizit der Grund sein.
📎 Hier erfährst du mehr über Müdigkeit in den Wechseljahren und was wirklich dagegen hilft.
3. Anzeichen: Du bist gereizt, dünnhäutig und emotional am Limit
Dein Partner fragt etwas völlig Harmloses – und du antwortest total gereizt. Die Kinder machen Lärm – und du explodierst. Eine Kollegin macht eine Bemerkung – und du kämpfst mit den Tränen.
Du kennst das gar nicht von dir.
Und vielleicht bist du nicht auf einmal zu sensibel oder emotional instabil. Vielleicht ist dein Körper einfach am Limit – weil er zu wenig Energie bekommt.
Ein zu großes Kaloriendefizit ist purer Stress für deinen Körper. Und Stress bedeutet: Dein Cortisolspiegel steigt. Dieses Stresshormon macht dich nicht nur reizbarer und emotional labiler – es sorgt auch dafür, dass dein Körper noch mehr Fett einlagert, besonders am Bauch.
Du funktionierst den ganzen Tag, reißt dich zusammen – und abends kannst du dann nicht mehr. Weinst wegen Kleinigkeiten. Schnauzt deine Liebsten an. Fühlst dich schuldig, weil du „wieder mal überreagiert“ hast.
Aber du kannst gar nichts dafür. Dein Körper schreit nach Energie – und zwar laut.
Wenn du dich emotional wie auf einer Achterbahn fühlst, obwohl du sonst eigentlich ausgeglichen bist, könnte dein Kaloriendefizit schuld sein.
📎 Hier erfährst du mehr über den Stressbauch und wie du ihn wieder loswirst.
4. Anzeichen für ein zu großes Kaloriendefizit: Dein Hunger spielt verrückt
Du isst den ganzen Tag brav deine kleinen Portionen. Abends sitzt du auf der Couch – und plötzlich ist er da: dieser unbändige Heißhunger. Du greifst zur Schokolade, zu den Chips, zum Eis. Eine Stunde später liegen die leeren Verpackungen vor dir und das schlechte Gewissen ist riesig.
Oder das Gegenteil ist der Fall: Du hast gar keinen Hunger mehr. Morgens bekommst du nichts runter, mittags isst du lustlos ein paar Bissen, abends ist dir auch nach nichts.
📎 Hier erfährst du, warum ein kalorienarmes Frühstück in den Wechseljahren keine gute Idee ist
Warum Heißhunger ein Zeichen für zu wenig Essen ist:
Wenn du zu wenig isst, gerät dein Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht. Er fällt stark ab – und dein Körper schreit nach schneller Energie (Studie Nature). Das Ergebnis: Heißhunger auf Süßes, auf Kohlenhydrate, auf alles, was schnell geht.
Das ist keine fehlende Disziplin. Das ist Biologie. Dein Körper holt sich, was er braucht – notfalls mit Gewalt.
Warum kein Hunger genauso schlimm ist:
Wenn du über längere Zeit zu wenig isst, stellt dein Körper das Hungergefühl ab. Er passt sich an den Mangel an und senkt deinen Grundumsatz noch weiter. Du spürst keinen Hunger mehr, weil dein Stoffwechsel auf Sparflamme läuft.
Das fühlt sich vielleicht nach Kontrolle an – ist aber das Gegenteil. Dein Körper hat aufgegeben, nach Energie zu fragen.
Beide Extreme zeigen: Dein Kaloriendefizit ist zu groß.
5. Anzeichen: Dein Körper sendet mehr SOS-Signale
Deine Nägel sind brüchig. Dir fallen mehr Haare aus – nicht büschelweise, aber mehr als früher. Du frierst den ganzen Tag, auch wenn andere im T-Shirt rumlaufen. Deine Periode bleibt aus oder wird unregelmäßiger.
Das sind keine Kleinigkeiten. Das sind deutliche Warnsignale deines Körpers.
Warum das passiert:
Wenn du zu wenig isst, bekommt dein Körper nicht genug Nährstoffe – nicht nur zu wenig Kalorien, sondern auch zu wenig Vitamine, Mineralien, Eiweiß und gesunde Fette. Er muss Prioritäten setzen: Überleben kommt zuerst, alles andere wird zurückgestellt.
Brüchige Nägel und Haarausfall entstehen, weil dein Körper keine Ressourcen mehr für Haare und Nägel übrig hat. Die sind für dein Überleben nicht wichtig – also werden sie vernachlässigt.
Ständiges Frieren ist ein klassisches Zeichen dafür, dass dein Stoffwechsel heruntergefahren ist. Dein Körper produziert weniger Wärme, um Energie zu sparen. Es kann sogar zu Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion kommen – obwohl deine Schilddrüse eigentlich gesund ist.
Ausbleibende oder unregelmäßige Periode ist das deutlichste Signal überhaupt. Dein Zyklus und der Eisprung verbrauchen viel Energie. Wenn die nicht da ist, stellt dein Körper die Fortpflanzungsfunktion ein. Die Botschaft ist klar: Überleben vor Fortpflanzung.
Wenn du mehrere dieser Symptome bei dir bemerkst, ist dein Kaloriendefizit definitiv zu groß.
FAQ: Die häufigsten Fragen zum Kaloriendefizit in den Wechseljahren
1. Kann ich trotz Kaloriendefizit zunehmen?
Ja. Besonders in den Wechseljahren kann ein zu großes Kaloriendefizit dazu führen, dass dein Stoffwechsel herunterfährt und dein Körper mehr Fett speichert. Dieses Phänomen nennt man „metabolic adaptation“. Viele Frauen nehmen deshalb trotz weniger Kalorien zu – vor allem am Bauch.
2. Wie viele Kalorien brauche ich in den Wechseljahren wirklich?
Es gibt keine pauschale Zahl. Dein Bedarf hängt von Muskelmasse, Aktivitätslevel, Schilddrüse und Hormonen ab. Die meisten Frauen essen jedoch zu wenig und gleichzeitig zu nährstoffarm. Für einen aktiven Stoffwechsel brauchst du ausreichend Eiweiß, Ballaststoffe, gesunde Fette und Mikronährstoffe, damit dein Körper überhaupt Fett verbrennen kann.
3. Woran erkenne ich, dass mein Stoffwechsel im Sparmodus ist?
Typische Anzeichen sind Gewichtsstillstand, energielose Tage, Frieren, Heißhunger, schlechter Schlaf oder kaum Hungergefühl. Diese Symptome deuten darauf hin, dass dein Körper unterversorgt ist und nicht genügend Nährstoffe und Energie bekommt – nicht darauf, dass du „zu wenig Disziplin“ hast.
4. Was kann ich tun, wenn ich vermute, dass ich zu wenig esse?
Achte auf nährstoffreiche, sättigende Mahlzeiten, die deinen Blutzucker stabil halten. Dazu gehören vor allem:
- ausreichend Eiweiß
- genügend Ballaststoffe
- hochwertige Fette
- und eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen
Das Ziel ist nicht „mehr Kalorien um jeden Preis“, sondern mehr Nährstoffe, damit dein Stoffwechsel wieder hochschalten kann. Wenn du unsicher bist, welche Mengen für dich ideal sind, lohnt sich eine individuelle Analyse – z. B. in meinem Coaching speziell für Frauen in den Wechseljahren.
Fazit: Weniger ist nicht immer mehr – besonders nicht in den Wechseljahren
Ein Kaloriendefizit ist nicht automatisch der Schlüssel zum Abnehmen. Im Gegenteil: Wenn du in den Wechseljahren zu wenig isst, kann das nach hinten losgehen.
Es stimmt zwar, dass dein Kalorienbedarf in den Wechseljahren sinken kann – durch weniger Muskelmasse oder weil der Eisprung wegfällt. Aber das bedeutet nicht, dass du plötzlich wie ein Kind essen solltest.
Viele Frauen landen bei einer Kalorienmenge, die unter ihrem Grundumsatz liegt – also unter dem, was ihr Körper allein zum Überleben braucht. Und genau das bremst den Stoffwechsel massiv aus.
Dein Körper ist keine Maschine, die einfach nur Kalorien verrechnet. Er reagiert auf Mangel – und zwar mit Stoffwechselverlangsamung, Muskelabbau, Hormon-Chaos und hartnäckigen Fettpolstern.
Die 5 Anzeichen, die du in diesem Artikel kennengelernt hast, zeigen dir: Es geht nicht um mehr Disziplin. Es geht darum, deinen Körper richtig zu versorgen.
Und: du kannst nicht automatisch essen wie deine Freundin. Ihr habt unterschiedliche Hormone, unterschiedliche Stresslevel, unterschiedliche Schilddrüsenwerte. Was bei ihr funktioniert, kann bei dir das Gegenteil bewirken.
Deshalb braucht es eine individuelle Strategie – eine, die zu deinem Körper, deinem Alltag und deinen Hormonen passt.
Genau das mache ich in meinem hormonfreundlichen Gruppencoaching für Frauen in den Wechseljahren. Wir schauen uns gemeinsam an, was DEIN Körper braucht – trotz Gruppensetting arbeiten wir individuell. Denn nur so kannst du nachhaltig abnehmen, ohne dass dein Stoffwechsel einschläft.
Wenn du dabei sein möchtest, trag dich unverbindlich auf die Warteliste ein.
Du musst das nicht alleine schaffen. Und du musst nicht weiter gegen deinen Körper kämpfen. Es gibt einen besseren Weg.