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Die Wechseljahre: spätestens jetzt braucht deine Leber Hilfe

Fast 70% aller Frauen in Europa haben Beschwerden in den Wechseljahren. Dass es sich dabei häufig aber vor allem um ein Problem der Leber handelt, ist Vielen eher unbekannt. Aber ist deine Leber überlastet und geschwächt, dann kann sie ihre Entgiftungsaufgabe nur noch eingeschränkt wahrnehmen. Und das geht dann zu Lasten deines Hormonhaushaltes.

Wichtigstes Organ für die Hormone

Über die Leber habe ich hier auf diesem Blog schon häufig geschrieben. Sie ist nicht nur das wichtigste Entgiftungsorgan in unserem Körper, sondern gleichzeitig auch ein Stoffwechsel- und Speicherorgan. Ich sag´s mal so: Langweilig wird der Leber in unserem Körper nicht.

Neben der Entgiftung über die Leber verfügt der weibliche Körper jeden Monat über die Möglichkeit Toxine auch mit der Menstruation auszuscheiden. Interessant in dem Zusammenhang ist, dass Frauen in Naturvölkern oft nur wenige Stunden ihre Periode haben.

Wird deine Periode nun unregelmäßiger und bleibt schließlich ganz aus, so fällt diese Entgiftungsmöglichkeit weg. Dann übernimmt die Leber noch die zusätzliche Arbeit – sofern sie es schafft.

Denn meist ist der moderne Lebensstil nicht sonderlich gesund und leberfreundlich. Zu viel Stress, aber zu wenig Schlaf, Bewegung und Nährstoffe: All das setzt der Leber ganz schön zu. Auch Alkohol, Medikamente, hormonwirksame Substanzen in der Kosmetik, Schimmelpilze in Nahrungsmitteln oder Zusatzstoffe in industriell gefertigten Lebensmitteln belasten das Organ – um nur mal eine kleine Auswahl zu nennen.

Aber für einen guten Hormonstoffwechsel und eine gute Entgiftung brauchst du zwangsläufig eine leistungsfähige Leber.

Bekommst du mit Mitte 40 dann Schlafstörungen oder Hitzewallungen, so wird das schnell auf die Wechseljahre geschoben. Dabei ist manchmal einfach „nur" die Leber überlastet. Schauen wir uns den Zusammenhang mal genauer an:

Typische Anzeichen der Wechseljahre - oder?

Natürlich können die folgenden Beschwerden auch tatsächlich durch einen Östrogen- oder Progesteronmangel hervorgerufen werden. Dazu habe ich dementsprechend auch schon Artikel hier veröffentlicht.

Da aber häufig auch ein Zusammenhang zur Leber besteht, lohnt es sich immer, dieses wichtige Organ zu regenerieren und zu stärken.

Schlafstörungen

Während der hormonellen Umstellung schlafen viele Frauen schlechter. Dafür gibt es viele Gründe. Und nicht alle haben mit den Hormonen zu tun, wie du hier lesen kannst.

Und nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird sogar jedem Organ Arbeits- und Ruhezeiten zugeordnet. Die sind in der sogenannten Organuhr dargestellt.

Wusstest du, dass die Leber nun zwischen 1 Uhr und 3 Uhr nachts auf Hochtouren arbeitet, um den Körper zu entgiften? Menschen mit Leberproblemen wachen in dieser Zeit nachweislich häufiger auf.

Hitzewallungen

Hitzewallungen sind wohl eine der unangenehmsten Begleiterscheinungen, die die Wechseljahre haben können und sie werden schulmedizinisch mit einem Östrogenmangel verbunden.

Wenn aber deine Leber überlastet und geschwächt ist, dann funktioniert sie nicht nur schlechter. Sondern sie erwärmt sie sich auch. Da die Leber ein recht großes Organ ist, kann sie dadurch deinen gesamten Körper erhitzen. Der wiederum reagiert darauf mit Schwitzen, um eine Überhitzung zu vermeiden. Tatsächlich lassen sich Hitzewallungen reduzieren oder sie verschwinden ganz, wenn die Leber gut funktioniert.

Stimmungsschwankungen

Da Östrogen an der Bildung des sogenannten Glückshormons Serotonin (ein wichtiger Botenstoff im Körper) beteiligt ist, kann ein Östrogenmangel dir durchaus auf´s Gemüt schlagen. Hier kannst du mehr darüber lesen.

  • Aber auch die Leber kann verantwortlich sein, wenn Botenstoffe im Körper nicht an ihren Bestimmungsort gelangen und dementsprechend nicht wirken. So produziert die Leber Eiweiße, die für den Transport von Hormonen zuständig sind. Wenn die Leber nun geschwächt ist, dann leidet nicht nur die Entgiftung. Auch die Bildung dieser Transporteiweiße gerät ins Stocken und beeinflusst so deine Stimmung.

  • Außerdem ist die Leber für den Abbau der Östrogene verantwortlich. Auch diese Aufgabe kann beeinträchtigt sein und sorgt für viele hormonelle Beschwerden schon weit vor den Wechseljahren. So können alle Beschwerden des prämenstruellen Syndroms, einschließlich Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit, mit einer geschwächten Leber in Verbindung stehen.

  • Das aktive Schilddrüsenhormon T3 sorgt für Energie und gute Laune. Werden in der Leber nicht ausreichend Schilddrüsenhormone aktiviert, so kann das zu einer gedrückten Stimmung, sogar bis hin zu Depressionen führen.

  • Oft wird auch von einer «Leber-Depression» gesprochen, die sich in einer erhöhten Reizbarkeit und durch launisches Verhalten zeigt.

Du siehst: Es lohnt sich immer, dieses Organ zu unterstützen!

Müdigkeit

„Müdigkeit ist der Schmerz der Leber."

Deine Leber leidet still. Denn sie hat keine Schmerzrezeptoren und macht deshalb nicht durch Schmerz auf sich aufmerksam. „Leberschmerzen" sind oft eher Druckschmerzen im umgebenden Gewebe der Leber, da sie ihre Beschaffenheit und Größe verändert hat.

Bist du also oft müde, obwohl du zeitig ins Bett gehst und eigentlich gut schläfst, dann kann das auch mit einer geschwächten Leber zusammenhängen. Denn bei einer Störung der Leberfunktion werden giftige Stoffwechselprodukte nur unzureichend ausgeschieden. Die können auch den Hirnstoffwechsel beeinträchtigen, was sich in Müdigkeit oder auch Konzentrationsstörungen bemerkbar macht.

Fazit

Deine Leber zu entlasten und zu regenerieren ist immer eine gute Basis, um eine beschwerdefreie Zeit zu erleben. In meinem Body-Balance-Coaching kümmern wir uns auch intensiv und individuell um deine Leber.

‹ Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren müssen nicht sein

Hitzewallungen: Wie lange sie dauern und was dir hilft ›

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